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The end of men?

5 Mar

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She earns more. She has a better degree. She even puts up shelves. I like to think that my relationship with my partner is about deconstructing traditional gender roles. My contribution, besides the occasional coin earned from freelance journalism, consists of things like laundry and shopping.

But we’re no exception. Many straight couples we know are in the same situation: in their late 20s or early 30s, the women are earning money and advancing in their careers, while the men never finished their degrees and are bouncing between part-time work and the Jobcenter.

What the hell is going on? One writer has declared “The End of Men”: women are taking over the world because “postindustrial society is simply better suited to women”. In a country with a Kanzlerin who will likely stick around for at least another decade, that’s not too hard to believe.

Then again, while 49.5 percent of people starting university in 2012 were women, almost 80 percent of professors are men. My partner’s office is full of female worker bees, but upper management is invariably male. And this is hardly a unique situation: even in Berlin’s seemingly progressive start-up scene, women are subject to subtle sexual harassment and little chance to move up the ladder. Women in Germany earn 21 percent less than men – a gender pay gap well above the average of the EU and the OCDE. In fact, to earn as much as a male colleague gets by the end of the year, a woman has to work until March 21 – so “Equal Pay Day” is still two weeks off!

Let’s not forget housework. Women in Germany do twice as much unpaid washing, cleaning cooking and childcare as men. This often forces them into part-time, ‘flexible’ jobs that pay less. Eighty-three percent of part-time jobs are held by women.

It’s not that women are being told to stay in the kitchen. When the Barbie Dream House opened in Berlin, we were reminded that Barbie could be an astronaut or a Kanzlerin. But she has to model clothes and bake cupcakes at the same time.

There is sexual violence. According to official statistics, one in four women in Germany experience violence in a relationship sometime in their lifetime – more than half have suffered some form of sexual harassment. Protests like Slutwalk have drawn attention to how widespread violence is, but we’re still a long way from ending it.

So I think it’s great there is the International Day of Women’s Struggle on March 8. This Saturday, for the first time in many years, there will be a massive demonstration in Berlin, featuring the rapper Sookee.

Still, I have mixed feelings about hastening the downfall of my gender. Aren’t women going to take over the world anyway, with or without a demonstration? I asked Ines, one of the organisers, and she said: “As long as the Axe advertisements stay the way they are, I’m not worried about the end of men.”

I’d reached the end of the blog post without even attacking those insultingly sexist ads for deodorant! Just one more thing to protest against this Saturday…

Women’s Day Demonstration: Saturday, March 8, 13:00, Gesundbrunnen

Source: http://www.exberliner.com/blogs/the-blog/the-end-of-men-on-womens-day/

Photo: Veronica Jonsson

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Pinkstinks: Konzert gegen sexistische Werbung

31 Aug

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Mit einem prominent besetzten Konzert gegen Sexismus in der Werbung bündelt der Verein Pinkstinks am 1. September am Brandenburger Tor den Protest gegen plakative Anzüglichkeiten auf der Straße

Pinkstinks_barbiestan„Warum hat die Frau keinen Kopf?“ Ein kleines Mädchen guckt verdutzt auf das Plakat, das auch für Erwachsene ziemlich verwirrend ist. Die Fischrestaurantkette Nordsee informiert: „Fisch macht sexy!“ Dahinter steht eine komplett nackte Frau, ihre Brüste bedeckt sie mit einer Hand, ihr Schoß wird praktischerweise vom Werbeslogan überklebt. Und wo ihr Kopf wäre, ist das Plakat zu Ende.

Die Geschichte mit dem kleinen Mädchen hat Stevie Meriel Schmiedel im tip-Gespräch erzählt. Schmiedel ist Deutsch-Britin, Hamburger Dozentin für Genderforschung – und Begründerin des Vereins Pinkstinks gegen einseitige Frauenrollenbilder in der Außenwerbung.

Jetzt fährt der Verein am Brandenburger Tor mit einer Demonstration und einem Konzert gegen Sexismus am 1. September so richtig was auf. Mit der Rapperin Sookee, der Sängerin Bernadette La Hengst und ihrem früheren „Hamburger Schule“-Kameraden Dirk von Lowtzow. Mit den „Aufschrei“-Twitterinnen Anne Wizorek und Kathy Meßmer. Mit Vertreterinnen vom feministischen „Missy“–Magazin. Mit den Grether-Zwillingen von Doctorella, die sich auch um den Slut-Walk verdient gemacht haben. Mit „taz“-Chefredakteurin Ines Pohl. Und natürlich auch mit Stevie Schmiedel. Bei Pinkstinks heißt es im Vorfeld der Aktion, es wäre die weltweit erste Demo gegen Sexismus in der Werbung.

Ja, warum hat die nackte Frau denn keinen Kopf? Die grundlegende Botschaft sexistischer Werbung kann man vielleicht ungefähr so übersetzen: Wenn du „sexy“ sein willst, interessiert sich niemand für deinen Kopf. Nun könnte ein Anzugsträger aus einer „Mad Man“-haften Werbeagentur sicherlich erklären, dass das Nordsee-Plakat doch offensichtlich ironisch-übertrieben sei. Aber verstehen das auch kleine Mädchen? Laut einer Studie aus dem Jahr 2006, das steht auch auf der Pinkstinks-Website, fühlten sich seinerzeit 70 Prozent der 16- bis 17-jährigen Mädchen in ihrer Haut wohl. Sechs Jahre später waren es nur noch 47 Prozent. Was ist in der Zeit passiert? Unter anderem ist „Germany’s Next Topmodel“ im Jahr 2006 auf Sendung gegangen. Ob es einen Zusammenhang gibt? Der Deutsche Werberat leugnet jede Korrelation, aber Stevie Schmiedel – selbst Mutter zweier Töchter – sieht sehr wohl einen Zusammenhang zwischen den dürren Models im Fernsehen und der Zunahme von Magersucht, auch bei immer jüngeren Mädchen.

Schmiedel gründete vor einem Jahr, mit Inspiration aus Großbritannien, den Verein Pinkstinks in Hamburg. Erfolgreich protestierte sie gegen Bikini-Werbung von C&A und das rosa Überraschungsei für Mädchen. Der Verein bietet Vorträge in Schulen und Unis an. Es gibt ja auch reichlich zu tun.

In den U-Bahnen, an Gebäudeflächen, in Zeitschriften – überall in der Stadt werden leicht bekleidete junge Frauen abgebildet. Immer und immer wieder. Der DSL-Anbieter Alice warb vor wenigen Jahren mit einer Blondine, im roten Abendkleid, aber barfuß, die manchmal 100 Meter groß war – dabei war es mitunter recht schwer zu entschlüsseln, was die Firma Alice überhaupt verkaufen wollte.

PinkStinks_StevieAxeIn einer Plakatkampagne für das Axe-Deo schlang kürzlich eine nackte Frau ihre Beine um den Leib eines voll bekleideten Astronauten, verbunden mit Verheißungen wie der, Astronauten würden „das mit dem Verkehr“ regeln, oder dass sie „Geräte ohne Ende“ hätten. Slogans, die klingen, als wären sie von Rainer Brüderle inspiriert worden. Derartige Schlüpfrigkeiten muten arg abstrus an – und auch fürs männliche Zielpublikum ziemlich beleidigend.

Doch nicht nur bei pubertierenden Jungs könnte auf diesem -Wege die schlichte Vorstellung ins Unterbewusstsein drängen, dass die Frau genauso leicht erhältlich sein könnte wie das Deo-Spray. Ansonsten bliebe natürlich noch die Frage, wie man denn nun an so einen verdammten Astronauten-Anzug herankommt.

Die erwähnte Nordsee-Werbung gab es übrigens auch in einer männlichen Version mit einem – ebenfalls kopflosen – muskulösen Männerkörper, der ein schwer erreichbares Schönheitsideal verbreitet. Ist die Gleichberechtigung also erreicht? Halbnackte Männer in der Werbung sind nicht nur stark, sie gucken geradeaus mit entschlossenem Blick – während Frauen, die mitunter aussehen, als wären sie gerade einer Hungerkatastrophe entronnen, mit leicht gespreiztem Mund und gekrümmten Posen in die Ferne schauen und ihre sexuelle Verfügbarkeit zur Schau stellen.

„Früher war das Problem, dass die Models nicht wie normale Frauen aussahen“, erklärt Schmiedel. „Doch jetzt sehen nicht mal die Models wie Models aus.“ Dank Photoshop werden Schönheitsideale plakatiert, die rein biologisch unerreichbar sind. Auch das Topmodel Cindy Crawford musste erklären: „I wish I looked like Cindy Crawford!“ („Ich wünschte, ich würde so aussehen wie Cindy Crawford!“) Die Plakate-Cindy. Aber so sieht ja nun wirklich kein Mensch aus.

Dabei gibt es aber natürlich auch Karrieremöglichkeiten für Frauen, die vor einigen Jahrzehnten ganz undenkbar gewesen wären, von der deutschen Bundeskanzlerin bis zur – vielleicht in wenigen Jahren – US-Präsidentin. Franziska Sedlak von der Kampagne Occupy Barbie-Dreamhouse, die am Brandenburger Tor auch mit von der Partie ist, spricht von „immer komplexeren Rollenbildern“, die suggerieren, dass für eine steile Karriere ein stets gepflegtes Aussehen erwartet wird. Mit oder ohne Kindern.

Und deswegen steht auf der Kundgebung am 1. September die Forderung nach stärkeren Regeln für geschlechtsdiskriminierende Werbung im Mittelpunkt. Mit dabei ist die queerfeministische Berliner Rapperin Sookee, die jungen Mädchen sagen möchte: „Die Darstellungen, wie Jungs und Mädchen sein sollten, sind nur irgendwelche Ideen, die wir getrost doof finden können.“ Sookee empfiehlt das Mantra, „dass man okay ist, wie man ist, dass man keine blöden Produkte braucht, um sexy oder zufrieden zu sein“.

Und Dirk von Lowtzow ist dabei, weil er ein Problem mit „vorsintflutlichem Geschlechterdenken“ hat und Solidarität ausdrücken möchte: „Es kann sicherlich nicht schaden, wenn man seine Position als weißer männlicher Heterosexueller kritisch hinterfragt.“

Neben Musik wird es auch Redebeiträge von den Frauen des Twitter-Aufschreis, dem Bundesverband Frauennotruf und der Kampagne Occupy Barbie-Dreamhouse geben.

Am Tag darauf wird dann Pinkstinks in der Heinrich-Böll-Stiftung eine Petition an den Deutschen Werberat übergeben, in der gefordert wird, dass die Außenwerbung aus der Sicht von Kindern beurteilt werden müsse, da Kinder die sexistische Ironie nicht verstehen, sondern womöglich als tatsächliche Rollenbilder verinnerlichen.

Denn es ist ja nicht das einzige Problem, wenn nackte Frauen mitunter ohne Kopf auf Plakaten zu sehen sind.

Text: John Riceburg
Foto: Pinkstinks, Alicia-Kassebohm

Konzert und Demo gegen Sexismus in der Außenwerbung Motto: Come as you are: Vielfalt ist Schönheit! u.a. mit Stevie von Pinkstinks, Sookee, Anne Wizorek und Kathy Meßmer, das Amt für Werbefreiheit und gutes Leben, Bernadette La Hengst, Missy Magazine, Terre des Femmes und Bff Frauen gegen Gewalt e.V., Doctorella, Occupy Barbie Dreamhouse und Dirk von Lowtzow (Tocotronic). Direkt vor dem Brandenburger Tor. So 1.9., 15–17 Uhr.

Quelle: http://www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit-stadtleben-und-leute/pinkstinks-konzert-gegen-sexistische-werbung

Barbies Dreamhouse in Berlin: ein Pro und Contra

13 May

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Noch bevor das Barbie Dreamhouse hinter dem Alexa am 16. Mai seine Pforten öffnet, wurde Protest laut. Auch beim tip hat Barbie Freunde und Gegner.

Contra

Als ich fünf war, sollte ich eine neue Regenjacke aus einem Katalog aussuchen. Es gab eine ganze Farbpalette, aber mir war sofort klar, welche es sein sollte: die pinke! Denn ich war – das muss klar gesagt werden – ein hässlicher, kleiner Junge und manchmal wollte ich auch schön und niedlich wirken. Meine Eltern waren verunsichert, gaben jedoch meinem Wunsch nach.

Das war aber ein paar Jahrzehnte vor der Pinkifizierung. Damals war die Klamotten­auswahl für Kleinkinder nicht auf Rosa mit Prinzessinnen oder Blau mit Spider-Man beschränkt. Solche Vorlieben entstehen nicht in den Köpfen der Kleinen, sondern in den Marketingabteilungen ­großer Konzerne, die ihren Umsatz steigern wollen. Während meine kleine Schwester damals meine alten Legos übernehmen konnte, müsste man jetzt ein neues – pinkes – Set für ein Mädchen kaufen.

Ich kann mir vorstellen, dass sich manche Kinder auf das rosafarbene Monstrum hinter dem Ale­xanderplatz freuen. Aber welche Rollenbilder werden mit dem temporären Bau transportiert? Dort steht Pink für Frauen – in Verbindung mit Backen, Sich-Schminken und Angestarrtwerden. Natürlich werden die Geschäftsmänner dahinter darauf hinweisen, dass es auch die Astronautin-Barbie gibt: Ja, Frauen können auch ins All fliegen – wenn sie gleichzeitig Cupcakes backen und ­Lippenstift tragen, wird damit suggeriert.

Deswegen werde ich auf die Demonstration gegen das Barbie Dreamhouse gehen. Vielleicht besorge ich mir dafür noch eine pinke Regenjacke.

Text: John Riceburg

Foto: Susan Schiedlofsky

Quelle: http://www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit-stadtleben-und-leute/barbies-dreamhouse-berlin-ein-pro-und-contra

Männer don’t cry

14 Feb

by John Riceburg

One in four women in Germany experience violence in a relationship at some point in their lives. But domestic violence also affects over 3000 men in Berlin every year. And they have a hard time finding assistance.

In March 2011 Peter Müller* was admitted to a hospital in Mönchengladbach for a broken cheekbone. He told the doctors he had fallen on the stairs. The 42-year-old is 1.82-metres tall and trained as a carpenter before working as a stage technician. Who would doubt his story?

Colleagues noticed he often had injuries. “When I had injuries on my face that I couldn’t hide, I would say that my dog had scratched me or I walked into a wall,” he remembers. But the truth was that he was being hit by his wife of five years. “She would pick a fight, which would start verbally but then escalate to a violent outburst on her part.” In extreme cases, “she would destroy my things (e.g., clothes, cameras, a guitar and a laptop). Or she would attack me with a pair of scissors, a knife, an ashtray, a hammer or whatever else was at hand.” His wife is only 1.65 metres tall and “not so strong”. But “when she got into a rage, she would have the strength of a bear.”

Müller couldn’t identify any triggers. Sometimes she might accuse him of looking at another woman – “but sometimes a word that she didn’t like was enough.” Why didn’t he fight back? “As a child, my brothers and I were beaten by my father. After these experiences, it was clear for me that I never wanted to be violent.” There were no children to worry about, but he didn’t know how to react. “After the second or third incident, I told myself I would end the relationship the next time.” But he didn’t. “I knew I needed to break up with her, but I was psychologically so powerless… I couldn’t.”

At work, someone even asked him, “Did you take a beating from your wife?” He wanted to tell people what was happening, but he didn’t know how. “Instead, I had suicidal thoughts for a time.” Even after moving out of their shared apartment in January of 2012, “I couldn’t find any help as a man who was hit and humiliated by his wife.” Only in May at a therapeutic men’s group was he able to speak about his experiences for the first time.

Müller’s story is shocking. Female-on-male domestic violence is very rarely taken seriously, relegated to slapstick cartoons and stand-up punchlines. But in the real world, it’s more common than we think.

According to statistics from the Berlin Police for 2011, 23.6 percent of the victims of domestic violence were men – about one out of every four – and 23.8 percent of the perpetrators were women. These sensational numbers led to a wave of stories in the German press over the summer: “More and more women beat up their partners.”

However, when it comes to domestic violence, data are both dubious and lacking.

First, the above numbers only register official complaints, as Jennifer Rotter from the Berlin Initiative Against Violence Against Women (BIG) explains. “Police have reported that when they respond to domestic violence calls, sometimes a man who has attacked his partner will then file a complaint against her to justify his actions.” A woman might have been acting in self-defence, or might have done nothing at all, but she would still appear in this statistic. In addition, the 3053 male victims might have been hurt by female or male partners.

No matter what, women remain the main victims of domestic violence. While the BIG defends the right of every victim to professional assistance, Rotter reminds people that “even if a quarter of cases involve women attacking men, then three quarters of all victims are still women”. The last representative study by the Federal Ministry for Families, Seniors, Women and Youth from 2004 found that one in four women in Germany experienced violence in a relationship within their lifetime. No such representative studies exist about domestic violence against men: “We can really only guess,” says Rotter.

The BIG, which offers counselling to victims of domestic violence, receives on average 7000 calls from women each year – last year only four came from men. But this number is also not representative. Numbers about domestic violence are always just the tip of the iceberg – most cases go unreported. “For women, it is difficult to admit they are victims. But for men, it is even more difficult because they will be asked, ‘What kind of man are you?’”

The most ‘serious’ violence tends to be male – men murder their female partners eight times as often as the other way around. But family therapist Peter Thiel cites several studies to argue that perpetrators of low- or mid-level violence, including psychological violence, could be up to 50 percent female. According to Alexander Tönnies of the Berlin police, female abusers “bite, hit, kick, scratch, take a frying pan or a stick, or throw a vase”.

BIG directs men to the Opferhilfe (Help for Victims), which assists between 15 and 40 men per year. “A man must probably overcome a lot of shame to disclose that he has been hit or humiliated,” says Opferhilfe worker Manuel Martay. When men come to them, there are limited options. While Berlin has seven publicly financed Frauenhäuser (women’s houses), there are no such houses for men. “The only public services available to these men are homeless shelters.”

In most cases of domestic violence, the police usually expel the perpetrator from the home. But if the victim is a man and there are children around, the man often has to leave the apartment so that the children can stay with the mother. Some men have also spoken to the Opferhilfe about “amused looks” from the police when they make reports.

This is where Thiel comes in. He runs a private Männerhaus (men’s house) – currently just a single apartment in Lichtenberg costing €30 per night. “Sometimes we get three calls in one week, and sometimes it is empty for two weeks.” Women ask for help much more easily; men need to be encouraged. He cites the example of Zürich, which ran a campaign with posters showing a man saying, “If she is angry, my wife will hit me. I can’t tell that to anyone…” accompanied by a telephone number. Berlin has never had such posters. “No help is offered, so men don’t have the feeling that they can receive any,” says Thiel. He has appealed to both the Berlin Senate and the Anti-Discrimination Agency for better campaigns and state funding for Mannerhäuser. His website states, “It is unacceptable that men are being treated worse than women.”

Thiel also criticises the fact that many hotlines for victims are staffed exclusively by women: “Sometimes when a man comes for counselling, they look at him suspiciously.” But men need help for their own reasons: “Men who ‘out’ themselves feel like they will be seen as crybabies. They are conditioned to appear strong. When they see themselves in a desperate situation, they don’t ask for help but instead throw themselves in front of a train.” The suicide rate in Germany is more than three times higher for men than for women.

For Martay, there’s no way around it: whether or not they feel they will be disbelieved or made fun of, male victims should definitely report. “I know cases of outstanding assistance from the police,” he says. Victims of physical attacks should also “try to defend themselves without injuring the other person, and gather evidence of their injuries”.

Müller has come a long way. The divorce proceedings with his wife are underway and although he still can’t talk about his experiences without stuttering or crying, he’s now working through his post-traumatic stress disorder in a therapeutic group for men. Based on his own experience, he also encourages male victims to admit to themselves that they need help. “You will receive more understanding than you can imagine.”

Source: http://www.exberliner.com/articles/m%C3%A4nner-dont-cry/